
Portugal Auswandern - warum Auswanderer scheitern
Warum Auswanderer in Portugal scheitern und wie man es vermeiden kann
Portugal lockt mit Sonne, Meer und einem entspannten Lebensstil – doch nicht jeder Auswanderer bleibt. Viele kehren enttäuscht in ihre Heimat zurück, weil sie auf unvorhergesehene Herausforderungen stoßen. Mangelnde Vorbereitung, unrealistische Erwartungen, finanzielle Überforderung und soziale Isolation sind häufige Stolpersteine. Dieser Artikel beleuchtet, warum Auswanderer scheitern, und zeigt, wie du mit Planung und Unterstützung erfolgreich in Portugal Fuß fasst – inklusive praktischer Tipps für deinen Start.
Warum kehren Auswanderer zurück?
Der Traum vom Leben in Portugal endet für manche schnell. Laut Studien kehren etwa 20-30 % der Expats innerhalb von fünf Jahren zurück – oft, weil sie die Realität unterschätzen. Fehlinformationen aus Blogs oder Foren, die nur das Paradies schildern, tragen dazu bei. Dazu kommen bürokratische Hürden, geringe Einkommen und fehlende soziale Kontakte. Ohne Vorbereitung wird der Neustart zur Belastung statt zur Freude.
Mangelnde Vorbereitung: Das Hauptproblem
Viele basieren ihre Entscheidung auf idealisierten Bildern – milde Winter, günstige Preise, freundliche Menschen. Doch die Realität ist komplexer: Der Arbeitsmarkt bietet oft nur Jobs mit 800-1.200 € Monatslohn, während Mieten in Lissabon oder an der Algarve bei 1.000 € und mehr liegen. Ohne Kenntnis der Lebenshaltungskosten (z. B. 50-70 €/Monat für Strom) geraten Auswanderer in Schieflage. Tipp: Recherchiere vorab auf Plattformen wie "Numbeo" oder "Idealista", um ein realistisches Bild zu bekommen.
Unrealistische Erwartungen und ihre Folgen
"In Portugal ist alles billig und einfach" – dieser Mythos hält sich hartnäckig. Doch hohe Mietpreise in Städten (z. B. Lissabon: 12-15 €/m²), geringe Verdienstmöglichkeiten und Bürokratie (Visum, NIF) überraschen viele. Wer nur Sonne und Strand erwartet, übersieht die Herausforderungen. Das führt zu Enttäuschung, Isolation und oft zur Aufgabe. Tipp: Lies Erfahrungsberichte auf "Expat.com" – sie zeigen Licht und Schatten.
Finanzielle Überforderung
Ohne Rücklagen wird's kritisch. Beispiel: Ein Paar zieht mit 10.000 € Ersparnissen nach Porto, unterschätzt aber Miete (800 €), Kaution (1.600 €) und Nebenkosten (150 €). Ohne Job oder passives Einkommen (z. B. Rente, wie beim D7-Visum nötig) schwindet das Geld schnell. Niedrige Gehälter – oft unter dem EU-Durchschnitt – machen es schwer, vor Ort Fuß zu fassen. Tipp: Plane ein Polster von mindestens 6 Monaten Lebenshaltungskosten (ca. 6.000-10.000 €).
Soziale Isolation: Ein stiller Feind
Besonders in ländlichen Gebieten wie dem Alentejo fehlt oft ein Netzwerk. Ohne Portugiesischkenntnisse ist es schwer, Kontakte zu knüpfen – Restaurants oder Nachbarn bleiben fremd. Einsamkeit setzt ein, und das Gefühl, nicht dazuzugehören, treibt viele zurück. Tipp: Suche vorab nach Expat-Gruppen (z. B. auf Facebook: "Expats in Portugal") oder lokalen Vereinen.

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Wie man Scheitern vermeidet
Selbstreflexion und Planung
Überlege: Was brauchst du wirklich? Stadtleben in Lissabon oder Ruhe an der Algarve? Definiere deine Prioritäten (Job, Familie, Sozialkontakte) und passe deinen Plan an. Tipp: Erstelle eine Checkliste: Visum, Wohnung, Budget, Sprachkurs.
Gründliche Vorbereitung
Informiere dich umfassend: Wie hoch sind Mieten in deiner Region? Welche Jobs gibt's (z. B. via "LinkedIn" oder "Net-Empregos")? Steuern (IRS) und Krankenversicherung (SNS oder privat, ca. 50-100 €/Monat) nicht vergessen. Tipp: Nutze die Website der Botschaft ("portaldascomunidades.mne.gov.pt") für Visum-Infos.
Realistische Erwartungen setzen
Sieh Portugal nicht nur als Urlaubsziel. Hohe Kosten in Touristenorten (z. B. Cascais: Miete 1.200 €) und Bürokratie (SEF-Termine dauern Wochen) sind normal. Tipp: Sprich mit Auswanderern vor Ort – sie geben dir ein ehrliches Bild.
Langfristige Perspektive
Ein Umzug ist kein Kurzabenteuer. Plane für 3-5 Jahre: Wie deckst du Lebenshaltungskosten? Wo willst du wohnen? Eine stabile Basis (Job, Rente, Ersparnisse) hält dich am Ball. Tipp: Überlege, ob du z. B. remote arbeiten kannst – Portugal fördert Digitalnomaden.
Professionelle Know - How und Unterstützung nutzen
Relocation-Services (ab 500 €) oder Anwälte (100-200 €/Stunde) kennen die Fallstricke – von Visumanträgen bis Mietverträgen. Sie sparen Zeit und verhindern Fehler (z. B. fehlende Übersetzungen). Tipp: Kontaktiere "Justlanded" oder lokale Berater für maßgeschneiderte Hilfe.
Vernetzung und Austausch
Tritt Expat-Communities bei . Einheimische oder andere Auswanderer bieten Einblicke und Kontakte – das mindert Isolation.
Warum langfristig denken entscheidend ist
Wer nur das Abenteuer sucht, übersieht Alltagsrealitäten – von Warteschlangen beim Finanzamt bis zu hohen Stromrechnungen im Winter. Eine langfristige Planung (z. B. Budget für 2 Jahre, Sprachkurs für 6 Monate) macht dich resilient.
Tipp: Setze Meilensteine: Monat 3 – Wohnung, Monat 6 – erste Kontakte.

Fluss Zezere in zentral Portugal

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